Produktionen 2002-05

2005

Schnee in Venedigvenedig
von Gilles Dyrek

 

Regie : Ingo Ospelt Technik: TAK-Team / Armin Dietrich
Maske: Annette Ospelt
Kostüme: Catherine Zimmermann
Bühne: Kunstschule Liechtenstein
Produktionsleitung: Reinhard Walser

 

Zum StückPatricia wird von ihrem Freund, mit den sie sich heftig gestritten hat, zu einem Abendessen mitgeschleppt, wo sie niemanden kennt.
Wütend beschliesst sie, den ganzen Abend kein Wort von sich zu geben, was dazu führt, dass die Gastgeber sie für eine Ausländerin halten.
Perfide und mit diabolischem Vergnügen steigt Patricia in dieses
Spiel ein: Plötzlich redet sie eine Phantasiesprache und erfindet
sich ein vom Krieg heimgesuchtes Heimantland mit dem Namen
Chouvenien. Als ihr die Gastgeber Geschenke für die notleidende
Bevölkerung ihres Heimatlandes aufdrängen, greift sie freudig zu, ja, sie macht sich einen Heidenspass daraus, sie zu immer neuen „guten Tate“ für die Landsleute in Chouvenien zu animieren, bis das ganze fast zur Tragödie ausartet.
Dyrek karikiert in seinem Stück virtuos bis ins Absurde die verlogene Humanitätsduselei, durch die sich viele in unserer Gesellschaft ein ruhiges und gutes Gewissen erkaufen wollen, auch wenn sie nur bereit sind, nutzlosen und nicht mehr benötigten Krempel oder Medikamente über dem Verfallsdatum zu spenden. Sein „Venedig im Schnee“ ist nicht
nur eine famos funktionierende, gelächterträchtige Komödie, sondern darüber hinaus auch eine böse und entlarvende Gesellschaftssatire.

Besetzung:
Thomas Hassler, Karl Müller, Susanna Ackermann-Walser, Ute Hoffmann

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2004

Cash
von Michael Cooney

Regie : Hubert Dragschnig Technik: TAK-Team / Armin Dietrich
Maske: Annette Ospelt
Kostüme: Evelyne M. Fricker
Bühne: Sabina Keller
Produktionsleitung: Reinhard WalserZum StückEric steckt in der Klemme. Seit zwei Jahren ist er arbeitslos, davon weiss aber seine Frau Linda nichts. Sie weiss auch nichts über Erics Erfindungsreichtum, was die Sicherung ihrer Existenz angeht. Denn Eric und Linda leben vom Arbeitslosengeld ihres früheren Untermieters, der schon längst nach Kanada ausgewandert ist und von Erics Talent, immer neue Anträge auf unterschiedlichste Unterstützungen für eine ganze Reihe erfundener Untermieter bewilligt zu bekommen. Alters-, Invaliden-, Unfall-, und Frührente, Schlechtwetter-, Kranken-, Wohn-, Kindergeld, Schulbuchzuschuss … Als Eric beschliesst, seine Karriere als Sozialgangster zu beenden, ist es bereits zu spät. Der Aussenprüfer des Sozialamts steht vor der Tür. Was nun beginnt, ist eine irrsinnige Verwechslungs- und Verwandlungskomödie mit ungeahnten Turbulenzen – und das alles nur aus einem Grund – CASH.

Besetzung:
Andreas Oesch, Gottfried Lercher, Margarete Knecht, Thomas Hassler, Hanno Dreher, Werner Büchel, Werner Berjak, Brigitte Beck, Susanna Ackermann-Walser

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2003

Marcolfa
von Dario Fo

Regie : Ingo Ospelt Technik: TAK-Team / Armin Dietrich
Maske: Annette Ospelt
Kostüme: Barbara Mens
Bühne: Reinhard Walser
Produktionsleitung: Reinhard WalserZum StückEine Farce nach alter italienischer Art
Ein scheinbar sicherer Lottogewinn wirbelt einiges durcheinander im Hause des Marchese von Trerate und im Leben der alten Marcolfa. Heisser Dampf, ein Kleiderschrank, kaputte Stühle und – Francesco, sind daran nicht ganz schuldlos…
Situationskomik, Slapstick, Akrobatik und Musik sind Elemente dieser rasanten Farce des Nobelpreisträgers Dario Fo, die er nach Motiven alter italienischer Wanderbühnen entwickelte.

Besetzung:
Gottfried Lercher, Thomas Hassler, Susanna Ackermann-Walser, Jutta Hoop, Christa Tauern, Gottfried Lercher

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2002

King Kongs Töchter
von Theresia Walser

Regie : Brigitte Walk Technik: TAK-Team / Armin Dietrich
Maske: Annette Ospelt
Kostüme: Textil HTL Dornbirn
Bühne: Reinhard Walser
Produktionsleitung: Reinhard WalserZum Stück„Der Tod ist ein Termin. Wir sind die Chefdisponentinnen“, sagen die Altenpflegerinnen Berta, Carla und Meggie. Für die kleine vergessene Gesellschaft in der Endstation eines Duisburger Seniorenheims hat das Konsequenzen. Der Todestag wird für die Bewohner von den „Seniorendompteusen“ bestimmt. Er soll glanzvoll sein. Die Stars von damals aus Hollywood sind die Sterbebegleiter. Wer sterben soll, wird aufgedonnert zu einem Filmstar. Clark Gable, Judy Garland, die Leinwandstars von einst, waren alle schon mal dran.
Diesmal ist es Frau Tormann, die als Mea West vor ihrem 80. Geburtstag an den Himmelspforten anklopfen wird. Nur so ertragen die drei Todesengel den Alltag voller Abstrusitäten zwischen Inkontinenz und Euphemismus, Flatulenz und Flughafensehnsucht.
Die Senioren ahnen nichts von ihrem Schicksal, leben ungetrübt ihr tägliches Einerlei. Die hochbetagte Runde isst gerne und redet viel. In schöner Regelmässigkeit stossen sie die gleichen Sprüche aus, aber jeder bleibt für sich ein Individuum. Den Lebensabend teilen sich die lebenslustige Frau Greti, die noch von ihren menschlichsten Bedürfnissen vorwärts gepeitscht wird, Herr Pott, der sich beharrlich in seiner morgendlichen Lyrik übt, Frau Nübel, die von ihrem Orchester im Kopf erzählt, die unzertrennlichen Schwestern Hanni und Nanni Albert, wovon die eine rüstig, die andere senil ist.
Aufgemuntert wird die abgeschobene Gesellschaft durch den knackig frischen Weltenbummler Rolfi, den Frau Greti im Park aufgegabelt hat und der schliesslich auch in die Fänge der Pflegerinnen gelangt.

Besetzung:

Susanna Ackermann-Walser, Brigitte Beck, Elfie Erath, Margaret Knecht, Elke Schwald, Christa Tauern, Hanno Dreher, Gotttfried Lercher, Andreas Oesch, Wolfgang Schatzmann

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