Produktionen 2006-11

2011

NIGHTMARES

Eine Collage von Urs Bircher aus dem Monolog „ Der Königliche Totengräber „ von Jerzy Lukosz und der Geschichte „ Das hässliche Entlein“ von Lars Øyno.

Regie
: Urs Bircher
Bühne: Werner Marxer
Licht: Stefan Marti
Kostüme: Kerstin Köck
Maske: Annette Ospelt
Technik: Armin Dietrich
Produktion: Theater Karussell

Besetzung: Hanno Dreher, Heide Mayer-Heimböck, Thomas Hassler, Marco Schädler

Vom 14. bis zum 16. Oktober 2011 fand im Theater Bagatela in Krakau, Polen, das erste Eurodramafest statt. Neben dem polnischen Theater spielten das norwegische Theater Grusomhetens aus Oslo und als dritter Partner das Theater Karussell mit.Bei diesem Festival spielte das polnische Theater ein Stück des liechtensteinischen Autors Patrick Boltshauser ( Genomgnom), das norwegische Theater spielte ein polnisches Stück ( Amazonia) und wir vom Theater Karussell gestalten einen Theaterabend aus zwei Einaktern – dem polnischen Monolog „Der königliche Totengräber“ und der norwegischen Geschichte „ Das hässliche Entlein“.

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Eigene Collage des Theaters Karussell: Wir haben beide  Texte zu einem dritten collagiert, und so entstand das Stück „Nachtgeschichten .“

Die Handlung:  Zwei Männer, zwei Outcasts, erzählen  ihre Visionen eines anderen, eines erfüllten Lebens. Der eine, ein ehemaliger Krematoriumsangestellter, träumt von sozialer Gerechtigkeit, auch wenn sie erst nach dem Tode stattfindet, der andere, ein verkannter Poet,  träumt von seiner Verwirklichung als bewunderter Dichter. Weitere Träumer sind:  Ein blinder Strassenmusiker und seine Begleiterin.

Der Anlass: Eine Bürgerdemonstration für mehr Gerechtigkeit, Freiheit und Mitbeteiligung, wie sie derzeit zwischen Nordafrika bis Stuttgart fast täglich stattfindet.

Der Ort: Am Rande eines Stadtparks. Die Zeit: abends, man richtet sich für die Nacht ein.

Das Setting zeigt, was geschehen kann, wenn Träume von einer besseren Welt mit den Realitäten dieser Welt kollidieren

Weitere Fotos zu der Produktion “Nightmares”.
Bilder aus Krakau

2011 – Top Dogs

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von Urs Widmer

Regie : Brigitta Soraperra
Technik: Armin Dietrich
Maske: Annette Ospelt
Kostüme: Nicole Henning
Bühne: Werner Marxer
Lichtdesign: Stefan Marti
Musik: Stefan Frommelt
Bewegungstraining: Barbara Müller
Stückbearbeitung: Roman Banzer
Dramaturgische Beratung: Barbara Ellenberger
Produktionsleitung: Reinhard Walser
Grafik: bimedia, Kurt Bislin

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Zum Stück

Sie standen einmal ganz oben auf der Karriereleiter, waren im wahrsten Sinne des Wortes on the top. Aber ausgerechnet sie, einst dafür zuständig, Mitarbeiter zu entlassen, stehen nun plötzlich selbst auf der Strasse. Was passiert, wenn die Entlasser plötzlich zu Entlassenen werden, zeigt der Schweizer Autor Urs Widmer in seinem Stück und erzählt acht Geschichten jener „Top Dogs“, die bis vor kurzem noch an den Hebeln der Macht sassen und sich jetzt in einem „Outplacementcenter“ – einer Einrichtung für entlassene Führungskräfte – wiederfinden. Hier sollen sie lernen, mit der Arbeitslosigkeit umzugehen und sich auf neue Aufgaben vorzubereiten. Noch wird verdrängt und versucht, die Fassade aufrechtzuerhalten: man spricht von beruflicher Neuorientierung statt von Arbeitslosigkeit. Langsam aber schwinden Selbstvertrauen und Zuversicht, lassen aufkommende Emotionen in das unterkühlte Manager-Seelenleben blicken. Ganz unten angekommen, müssen sie neu „laufen lernen“, die durch die Kündigung entstandenen Schamgefühle beiseite schieben und Motivation und Optimismus zurückerobern …

 

Für „Top Dogs“, 1996 in Zürich uraufgeführt, erhielt Urs Widmer 1997 den Mülheimer Dramatikerpreis sowie den 3sat-Innovationspreis. In „Theater heute“ wurde es 1997 zum Stück des Jahres gewählt. Mehr als zehn Jahre später ist „Top Dogs“ in Zeiten der weltweiten Wirtschaftskrise erneut von erschreckender Aktualität und entwirft ein ironisches und zugleich berührendes Bild unserer Arbeitswelt.

Regiekommentar

Das Theater Karussell feiert sein zehnjähriges Bestehen mit einer Theateraufführung der besonderen Art: Urs Widmers Erfolgsstück „Top Dogs“ wird extra für die renommierte Amateurtheatergruppe neu bearbeitet. Roman Banzer, Leiter des Literaturhauses Liechtenstein, versetzt das Outplacementcenter für arbeitslose Manager und Managerinnen ins Liechtenstein der Gegenwart!

Das mehrfach ausgezeichnete Drama „Top Dogs“ des bekannten Schweizer Autors Urs Widmer entstand bereits 1997 im Zürcher Theater Neumarkt, erlangt aber angesichts der globalen wirtschaftlichen Zusammenbrüche der letzten Jahre und des damit einhergehenden allgemeinen Misstrauensvotums gegenüber dem Berufsstand der Topmanager erschreckende Aktualität. In „Top Dogs“ begegnen wir einer Gruppe von gekündigten Manager/innen, die der völligen Entfremdung von ihrem Beruf, ihrem Privatleben und sich selbst zum Opfer gefallen sind. Mit Hilfe der New Challenge Company versuchen sie nun, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Dabei erleben sie am eigenen Leib, was sie vielen Arbeitnehmer/innen zuvor durch deren Entlassung angetan haben. Der unerwartete Perspektivenwechsel sichert dem Stück überraschende Einsichten und Witz, und ein klein wenig Schadenfreude ist natürlich auch dabei – schon tröstlich zu wissen, dass es auch „die da oben“ jederzeit treffen kann.

BUSINESS_BBR_5456_thumbRegie: Brigitta Soraperra

geb. 1968 in Bludenz/Österreich, lebt in Zürich.
Studium der Theaterwissenschaften, Germanistik, Psychologie und Philosophie in Innsbruck und Wien. Seit 2002 freischaffende Regisseurin, Dramaturgin.
Inszenierungen im Theater am Neumarkt/ Zürich, Stadttheater Konstanz, Vorarlberger Landestheater, Theater am Kirchplatz/Liechtenstein („Sennapoppa“ von Schneider/Sprenger, „Vandalin“ von Stefan Sprenger, „Gute Nachbarn“ von Gabriele Bösch), Jungen Theater Basel, Kaserne Basel, Theater an der Winkelwiese/Zürich, Theater Stadelhofen/Zürich, Theater an der Sihl/Zürich, Zamt&Zunder/Baden, Bregenzer Festspiele, sogar-Theater/Zürich, DALANG Puppencompany.
Zahlreiche Stückbearbeitungen und Uraufführungen, sowie Stücke für junges Publikum und Projektarbeiten.

Besetzung:

Ute Hoffmann, Susanna Ackermann, Heide Mayer-Heimböck, Thomas Hassler, Andreas Oesch, Karl Müller, Hanno Dreher, Werner Berjak

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weitere Fotos (hier klicken)

2010

Begräbnis eines Schirmflickers

von Anette Windlinbegraebnis

Regie : Eveline Ratering

Technik: 
TAK-Team / Armin Dietrich
Maske: Annette Ospelt
Kostüme: Bozena Civic 

Bühne: 
Werner Marxer
Lichtregie: Stefan Marti
Produktionsleitung: Reinhard Walser

Zum Stück: Lästiger Finanzposten: ein ToterEin Pfarrer, ein schnapsseliger Korber und ein leichtes Mädchen – das sind die moralisch leicht angeknacksten Hauptpersonen und auch die Knotenpunkte der Story. Die unsichtbare Achse, um die sich alles dreht, ist der Schirmflicker. Oder genauer: Der Tod des Schirmflickers, eines Schlawiners, der es zu Lebzeiten mit Dein und Mein nicht so genau nahm und unglücklicherweise an der Grenze zweier Gemeinden vom Tod heimgeholt wurde.  Sowohl die Hinder- als auch die Vorderauer Gemeindeobrigen wollen sich den lästigen Finanzposten des Begräbnisses des Toten zuschieben. Gegenseitig schieben sie die Schneeleiche über die Grenze, bis ein unerwartetes Testament auftaucht, den Schirmflicker als reichen Mann ausweist und plötzlich zum Objekt der Begierde für die Dörfler macht. Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Korber, dessen Freund – der Schirmflicker – an der Grenze der Gemeinden Hinderau und Vorderau in der verschneiten Landschaft erfriert. Weil deren Behörden sich um die Begräbniskosten des mittellosen Toten drücken wollen, sorgt sein Saufkumpan – der Korber – für ein «christliches Begräbnis», indem er den Geiz und die Geldgier der Dörfler überlistet und daraus gar noch Kapital schlägt.

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Besetzung: Daniel Batliner, Hanno Dreher, Thomas Hassler, Ute Hoffmann, Margit Knecht, Carolin Lauterbach, Heike Montiperle, Karl Müller, Andreas Oesch, Reinhard Walser, Jörg Weilenmann

Hier geht es zum Fotoarchiv Begräbnis eines Schirmflickers

2009

Hase Haseimage

von Coline Serreau

Regie : Karin Arnold Technik: TAK-Team / Armin Dietrich
Maske: Annette Ospelt
Kostüme: Kerstin Köck
Bühne: Werner Marxer
Musik: Mischa Robert
Produktionsleitung: Reinhard Walser

Zum Stück: Erzählt wird aus dem Leben der Familie HASE, einer ganz durchschnittlichen Familie mit all ihren Nöten und Hoffnungen. Ruhender Mittelpunkt ist MAMA, die mit nicht enden wollender Energie und Selbstverleugnung fünf Kinder grossgezogen hat und nun glaubt, dass der Zeitpunkt erreicht ist, an dem sie alle einigermassen sicher ihren eigenen Weg gehen können. Aber nichts läuft, wie sie es geplant, organisiert und erhofft hat. Die Kinder haben ihre Probleme, und wenn sie die nicht lösen können, flüchten sie zurück ins warme Nest der Familie, zu MAMA.
Eine der Töchter läuft ihrem Mann davon, die andere sagt eigensinnigerweise vor dem Standesbeamten „Nein“ und Jeannot, der angeblich in Brüssel Dolmetscher ist, muss in der Wohnung versteckt werden, weil ihn die Polizei sucht. Bébert, der noch zu Hause lebt, studiert gar nicht, wie er vorgibt, sondern ist in eine politische Verschwörung gegen die Regierung verwickelt, und HASE, der Jüngste, ist von der Schule geflogen. Zu guter Letzt stellt sich auch noch heraus, dass Papa längst seine Arbeitsstelle verloren hat und arbeitslos ist. Trotz allem Egoismus und trotz aller Hilflosigkeit der Familienmitglieder, die in der engen Wohnung ein entsetzliches Chaos anrichten, versucht MAMA unbeirrt Ordnung zu schaffen. MAMA jedoch gibt nicht auf. Sie organisiert mit der gesamten Familie einen wohldurchdachten, aber geradezu grotesken Befreiungsversuch, bei dem alle ums Leben kommen würden, wenn der jüngste Sohn, HASE HASE, nicht plötzlich sein wahres, höchst wundersames Wesen offenbaren würde. HASE, von MAMA nicht „geplant“, hatte seinen Namen deshalb bekommen, weil er mit zwei grossen Schneidezähnen geboren worden war. In Wirklichkeit aber ist er Mitglied einer Expedition Ausserirdischer, die ihn in MAMAs Gebärmutter hinein manipuliert hatten, um durch ihn in einem gross angelegten Experiment zu überprüfen, ob die auf dieser Erde lebende Menschheit überhaupt noch zu retten ist. Im entscheidenden Augenblick macht HASE HASE die Ausserirdischen mobil, die nicht nur eine verblüffende Lösung zur Rettung der in Not geratenen Familie, sondern der ganzen verkorksten Menschheit finden.

Das Stück, zwischen Farce und Groteske, Tragikomödie und Science Fiction angesiedelt.

 

Besetzung:

Daniel Batliner, Hanno Dreher, Thomas Hassler, Margit Knecht, Karl Müller, Andreas Oesch, Nicolas Biedermann, Dodo Büchel, Roswitha Fehr, Heide Mayer-Heimböck, Jessica Matzig

Hier geht es zum Fotoarchiv Hase Hase

 

2008

Der Vaterschaftsprozess des Joseph Zimmermannimage

von Ephraim Kishon

Regie : Urs BircherTechnik: TAK-Team
Maske: Annette Ospelt
Kostüme: Anna Hilti
Bühne: Werner Marxer
Produktionsleitung: Reinhard Walser

Zum Stück: „Ephraim Kishons brillante Auseinandersetzung mit der ewigen Frage nach der Herkunft von Gottes Sohn: In dieser köstlichen Gerichtskomödie aus dem Jahre Null treten die Ankläger Maria und Josef und Zeugen wie der Erzengel Gabriel, die Drei Weisen, der Heilige Geist, Lukas, Johannes und sogar der Teufel auf. Die Paraderolle des Angeklagten aber spielt ein altersloser, ehrwürdiger alter Herr, auch Gott Im Himmel genannt…Kishons Theaterstücke gehören seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten auf den deutschsprachigen Bühnen, denkt man nur an „Es war die Lerche“, „Der Trauschein“, „Zieh den Stecker raus, das Wasser kocht“ oder seinen Musical-Hit „Sallah“. Ephraim Kishons Bühnenwerk „Der Vaterschaftsprozess des Zimmermann Josef“ markiert einen Höhepunkt in seinem dramatischen Schaffen. Kishon hat ein ewiges Thema in den Mittelpunkt seiner Komödie gestellt, und das turbulente Geschehen im Gerichtssaal ist Vorwand für seine mit tiefgründigem Humor geführte Auseinandersetzung mit all den Fragen, die sich die Menschen stellen, seit Moses die Zehn Gebote von dem Allmächtigen empfing.Kishon weiss schliesslich, wovon er spricht, denn er ist ein exzellenter Kenner der Heiligen Schrift und schreibt seine Werke in der Sprache der Bibel. Für jeden humorvollen Kishon-Fan und natürlich für bibelinteressierte Leser ist diese herrliche Komödie einfach ein Muss.

Besetzung: Hanno Dreher, Thomas Hassler, Margit Knecht, Andreas Oesch, Reinhard Walser, Ernst Walch, Carolin Lauerbach, Gottfried Lercher,  Heike Montiperle, Robin Egloff, Jörg Weilenmann

Hier geht es zum Fotoarchiv: Vaterschaftsprozess

2007
Hysterikon

von Ingrid Lausund

Regie : Brigitte WalkTechnik: TAK-Team / Armin Dietrich
Maske: Annette Ospelt
Bühne: Ursula N. Müller
Kostüme: Ursula N. Müller
Projektionen: Ursula N. Müller
Produktionsleitung: Reinhard Walser

Zum Stück: Die Welt als Supermarkt: Spaghetti für 99 Rappen, Spülschwämmchen im Sonderangebot und die Suche nach einem Leben mit zehn Prozent mehr Inhalt. Links im Regal Tomaten, die bezahlen Sie bar. Karrieren finden Sie weiter oben, zwischen Intrige und Verrat. Indische Räucherstäbchen gleich bei den Menopausen. Unten die so genannte Bückware. Je tiefer, desto billiger. Hält das Rückgrat biegsam. Wieviel haben Sie noch auf dem Konto? Reicht’s noch für die grosse Liebe, oder besser doch das blonde Sonderangebot? Wie läuft Ihre Beziehung? Mehr auf ihre Kosten, mehr auf seine? Wer zahlt drauf? Der Kassierer zuckt mit den Achseln und kassiert. Abgerechnet wird am Schluss. Greifen Sie zu! Denn für jede verpasste Gelegenheit gibt’s eine Abbuchung von der LifeCard.HYSTERIKON – der Titel deutet es an – präsentiert eine Ansammlung von Hysterien, die in jedem Menschen schlummern. Eigentlich nichtige Anlässe führen dazu, dass diese Hysterien aufbrechen.
Was ist noch vom Menschen übrig, wenn diese schönen und irgend etwas Schrilles darstellenden Masken in bestimmten Situationen fallen und straucheln. Der Wert eines Menschen hat nichts mit seiner Würde zu tun. Wer ist eigentlich was wert? Oder um den Gedanken zuzuspitzen: Wieso ist ein Fussballer zehn Millionen wert…. Hysterikon ist eine fulminante Revue skurriler Antihelden, Paranoiker und Tagträumer. Mit vollen Einkaufswagen und leeren Herzen prallen sie aufeinander und offenbaren ihre Abgründe.

Besetzung:

Hanno Dreher, Jutta Hoop, Berit Tobler, Susanna Ackermann-Walser, Thomas Hassler, Margaret Knecht, Andreas Oesch, Karl Müller, Reinhard Walser, Peter Beck, Jessica Matzig

Hier geht es zum Fotoarchiv: Hysterikon

2006

Tartuffetartuffe

von Jean-Baptiste Poquelin, genannt Molière

Regie : Ingo OspeltTechnik: TAK-Team / Armin Dietrich
Regieassistenz: Berit Tobler
Maske: Annette Ospelt
Kostüme: Catherine Zimmermann
Bühne: Werner Marxer
Musik: Andreas Madlener, Alexander Vögel
Produktionsleitung: Reinhard Walser

Zum Stück: Orgon, gestresster Manager, lässt – kaum zu Hause – Aktentasche und Managermaske fallen, reisst sich den Schlips herunter, hüllt sich in eine Kutte, modelt Stimme und Habitus vom Befehlston in Sanftmut und begibt sich in die tröstenden Hände des salbadernden Hausfreundes Tartuffe. Ehefrau Elmire, Sohn Damis, Tochter und Schwager verfolgen die Verwandlung fassungslos, die einzige, die energisch rebelliert, ist das Dienstmädchen Dorine. Wie die Made im Speck sitzt Tartuffe bei Orgon, frisst sich durch und probiert seine Verführungskünste an Elmire. Als ihm Damis davon berichtet, glaubt ihm Orgon nicht, wirft ihn aus dem Haus, enterbt ihn und überschreibt Tartuffe sein ganzes Vermögen. Nun lernt der Verblendete den wahren Tartuffe kennen: Er wird Zeuge, wie der Tugendsame Elmire bedrängt und hört mit an, wie sich Tartuffe über seine Leichtgläubigkeit lustig macht. Jetzt schickt sich Tartuffe an, Orgon und die seinen aus dem eigenen Haus zu verjagen. Regisseur Peter Lotschak: „Das Gelächter über den manipulierten Orgon und seine Verblendung kann nur ein erkennendes, ein selbsterkennendes Gelächter sein, und genau dies wünschte sich Molière in seinem Vorwort zu Tartuffe. Nein – verloren hat Tartuffe nichts von seiner Brisanz. Im Gegenteil! Hunderttausende gehen den heutigen Tartuffes auf den Leim. Lotschaks spektakuläre Konzeption bestach auch 2003 bei den Festspielen Bad Hersfeld wieder durch ihre Rasanz und ansteckende Komödiantik. Schon unser Scapin bewies die unwiderstehliche Kombination Molière-Lotschak-Pleva. Tartuffe, ein Komödienklassiker, der jeden Spielplan aufwertet und die Zuschauer ins Theater lockt.

Besetzung:
Hanno Dreher, Jutta Hoop, Lea Schatzmann, Susanna Ackermann-Walser, Thomas Hassler, Marcel Gloor, Andreas Oesch, Reinhard Walser, Peter Beck, David Baldessari

Hier geht es zum Fotoarchiv : Tartuffe

 

 

 

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