2011
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2011 – Wiederaufnahme 2012
Top Dogs
von Urs Widmer
| Regie : Brigitta Soraperra |
Technik: Armin Dietrich
Maske: Annette Ospelt
Kostüme: Nicole Henning
Bühne: Werner Marxer
Lichtdesign: Stefan Marti
Musik: Stefan Frommelt
Bewegungstraining: Barbara Müller
Stückbearbeitung: Roman Banzer
Dramaturgische Beratung: Barbara Ellenberger
Produktionsleitung: Reinhard Walser
Grafik: bimedia, Kurt Bislin
Zum Stück
Sie standen einmal ganz oben auf der Karriereleiter, waren im wahrsten Sinne des Wortes on the top. Aber ausgerechnet sie, einst dafür zuständig, Mitarbeiter zu entlassen, stehen nun plötzlich selbst auf der Strasse. Was passiert, wenn die Entlasser plötzlich zu Entlassenen werden, zeigt der Schweizer Autor Urs Widmer in seinem Stück und erzählt acht Geschichten jener „Top Dogs“, die bis vor kurzem noch an den Hebeln der Macht sassen und sich jetzt in einem „Outplacementcenter“ – einer Einrichtung für entlassene Führungskräfte – wiederfinden. Hier sollen sie lernen, mit der Arbeitslosigkeit umzugehen und sich auf neue Aufgaben vorzubereiten. Noch wird verdrängt und versucht, die Fassade aufrechtzuerhalten: man spricht von beruflicher Neuorientierung statt von Arbeitslosigkeit. Langsam aber schwinden Selbstvertrauen und Zuversicht, lassen aufkommende Emotionen in das unterkühlte Manager-Seelenleben blicken. Ganz unten angekommen, müssen sie neu „laufen lernen“, die durch die Kündigung entstandenen Schamgefühle beiseite schieben und Motivation und Optimismus zurückerobern …
Für „Top Dogs“, 1996 in Zürich uraufgeführt, erhielt Urs Widmer 1997 den Mülheimer Dramatikerpreis sowie den 3sat-Innovationspreis. In „Theater heute“ wurde es 1997 zum Stück des Jahres gewählt. Mehr als zehn Jahre später ist „Top Dogs“ in Zeiten der weltweiten Wirtschaftskrise erneut von erschreckender Aktualität und entwirft ein ironisches und zugleich berührendes Bild unserer Arbeitswelt.
Regiekommentar
Das Theater Karussell feiert sein zehnjähriges Bestehen mit einer Theateraufführung der besonderen Art: Urs Widmers Erfolgsstück „Top Dogs“ wird extra für die renommierte Amateurtheatergruppe neu bearbeitet. Roman Banzer, Leiter des Literaturhauses Liechtenstein, versetzt das Outplacementcenter für arbeitslose Manager und Managerinnen ins Liechtenstein der Gegenwart!
Das mehrfach ausgezeichnete Drama „Top Dogs“ des bekannten Schweizer Autors Urs Widmer entstand bereits 1997 im Zürcher Theater Neumarkt, erlangt aber angesichts der globalen wirtschaftlichen Zusammenbrüche der letzten Jahre und des damit einhergehenden allgemeinen Misstrauensvotums gegenüber dem Berufsstand der Topmanager erschreckende Aktualität. In „Top Dogs“ begegnen wir einer Gruppe von gekündigten Manager/innen, die der völligen Entfremdung von ihrem Beruf, ihrem Privatleben und sich selbst zum Opfer gefallen sind. Mit Hilfe der New Challenge Company versuchen sie nun, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Dabei erleben sie am eigenen Leib, was sie vielen Arbeitnehmer/innen zuvor durch deren Entlassung angetan haben. Der unerwartete Perspektivenwechsel sichert dem Stück überraschende Einsichten und Witz, und ein klein wenig Schadenfreude ist natürlich auch dabei – schon tröstlich zu wissen, dass es auch “die da oben” jederzeit treffen kann.
geb. 1968 in Bludenz/Österreich, lebt in Zürich.
Studium der Theaterwissenschaften, Germanistik, Psychologie und Philosophie in Innsbruck und Wien. Seit 2002 freischaffende Regisseurin, Dramaturgin.
Inszenierungen im Theater am Neumarkt/ Zürich, Stadttheater Konstanz, Vorarlberger Landestheater, Theater am Kirchplatz/Liechtenstein („Sennapoppa“ von Schneider/Sprenger, „Vandalin“ von Stefan Sprenger, „Gute Nachbarn“ von Gabriele Bösch), Jungen Theater Basel, Kaserne Basel, Theater an der Winkelwiese/Zürich, Theater Stadelhofen/Zürich, Theater an der Sihl/Zürich, Zamt&Zunder/Baden, Bregenzer Festspiele, sogar-Theater/Zürich, DALANG Puppencompany.
Zahlreiche Stückbearbeitungen und Uraufführungen, sowie Stücke für junges Publikum und Projektarbeiten.
Besetzung
Ute Hoffmann, Susanna Ackermann, Heide Mayer-Heimböck
Thomas Hassler, Andreas Oesch, Karl Müller, Hanno Dreher,
Werner Berjak
2010
Begräbnis eines Schirmflickers
von Anette Windlin
Besetzung: Daniel Batliner, Hanno Dreher, Thomas Hassler, Ute Hoffmann, Margit Knecht, Carolin Lauterbach, Heike Montiperle, Karl Müller, Andreas Oesch, Reinhard Walser, Jörg Weilenmann
Hier geht es zum Fotoarchiv Begräbnis eines Schirmflickers
2009
Hase Hase
von Coline Serreau

Besetzung:
Daniel Batliner, Hanno Dreher, Thomas Hassler, Margit Knecht, Karl Müller, Andreas Oesch, Nicolas Biedermann, Dodo Büchel, Roswitha Fehr, Heide Mayer-Heimböck, Jessica Matzig
Hier geht es zum Fotoarchiv Hase Hase
2008
Der Vaterschaftsprozess des Joseph Zimmermann
von Ephraim Kishon
Besetzung:
Hanno Dreher, Thomas Hassler, Margit Knecht, Andreas Oesch, Reinhard Walser, Ernst Walch, Carolin Lauerbach, Gottfried Lercher, Heike Montiperle, Robin Egloff, Jörg Weilenmann
Hier geht es zum Fotoarchiv: Vaterschaftsprozess
2007
Hysterikon
von Ingrid Lausund
| Regie : Brigitte WalkTechnik: TAK-Team / Armin Dietrich Maske: Annette Ospelt Bühne: Ursula N. Müller Kostüme: Ursula N. Müller Projektionen: Ursula N. Müller Produktionsleitung: Reinhard WalserZum StückDie Welt als Supermarkt: Spaghetti für 99 Rappen, Spülschwämmchen im Sonderangebot und die Suche nach einem Leben mit zehn Prozent mehr Inhalt. Links im Regal Tomaten, die bezahlen Sie bar. Karrieren finden Sie weiter oben, zwischen Intrige und Verrat. Indische Räucherstäbchen gleich bei den Menopausen. Unten die so genannte Bückware. Je tiefer, desto billiger. Hält das Rückgrat biegsam. Wieviel haben Sie noch auf dem Konto? Reicht’s noch für die grosse Liebe, oder besser doch das blonde Sonderangebot? Wie läuft Ihre Beziehung? Mehr auf ihre Kosten, mehr auf seine? Wer zahlt drauf? Der Kassierer zuckt mit den Achseln und kassiert. Abgerechnet wird am Schluss. Greifen Sie zu! Denn für jede verpasste Gelegenheit gibt’s eine Abbuchung von der LifeCard. HYSTERIKON – der Titel deutet es an – präsentiert eine Ansammlung von Hysterien, die in jedem Menschen schlummern. Eigentlich nichtige Anlässe führen dazu, dass diese Hysterien aufbrechen. Was ist noch vom Menschen übrig, wenn diese schönen und irgend etwas Schrilles darstellenden Masken in bestimmten Situationen fallen und straucheln. Der Wert eines Menschen hat nichts mit seiner Würde zu tun. Wer ist eigentlich was wert? Oder um den Gedanken zuzuspitzen: Wieso ist ein Fussballer zehn Millionen wert…. Hysterikon ist eine fulminante Revue skurriler Antihelden, Paranoiker und Tagträumer. Mit vollen Einkaufswagen und leeren Herzen prallen sie aufeinander und offenbaren ihre Abgründe. |

Besetzung:
Hanno Dreher, Jutta Hoop, Berit Tobler, Susanna Ackermann-Walser, Thomas Hassler, Margaret Knecht, Andreas Oesch, Karl Müller, Reinhard Walser, Peter Beck, Jessica Matzig
Hier geht es zum Fotoarchiv: Hysterikon
2006
Tartuffe
von Jean-Baptiste Poquelin, genannt Molière
| Regie : Ingo OspeltTechnik: TAK-Team / Armin Dietrich Regieassistenz: Berit Tobler Maske: Annette Ospelt Kostüme: Catherine Zimmermann Bühne: Werner Marxer Musik: Andreas Madlener, Alexander Vögel Produktionsleitung: Reinhard WalserZum Stück Orgon, gestresster Manager, lässt – kaum zu Hause – Aktentasche und Managermaske fallen, reisst sich den Schlips herunter, hüllt sich in eine Kutte, modelt Stimme und Habitus vom Befehlston in Sanftmut und begibt sich in die tröstenden Hände des salbadernden Hausfreundes Tartuffe. Ehefrau Elmire, Sohn Damis, Tochter und Schwager verfolgen die Verwandlung fassungslos, die einzige, die energisch rebelliert, ist das Dienstmädchen Dorine. Wie die Made im Speck sitzt Tartuffe bei Orgon, frisst sich durch und probiert seine Verführungskünste an Elmire. Als ihm Damis davon berichtet, glaubt ihm Orgon nicht, wirft ihn aus dem Haus, enterbt ihn und überschreibt Tartuffe sein ganzes Vermögen. Nun lernt der Verblendete den wahren Tartuffe kennen: Er wird Zeuge, wie der Tugendsame Elmire bedrängt und hört mit an, wie sich Tartuffe über seine Leichtgläubigkeit lustig macht. Jetzt schickt sich Tartuffe an, Orgon und die seinen aus dem eigenen Haus zu verjagen. Regisseur Peter Lotschak: „Das Gelächter über den manipulierten Orgon und seine Verblendung kann nur ein erkennendes, ein selbsterkennendes Gelächter sein, und genau dies wünschte sich Molière in seinem Vorwort zu Tartuffe. |
Besetzung:
Hanno Dreher, Jutta Hoop, Lea Schatzmann, Susanna Ackermann-Walser, Thomas Hassler, Marcel Gloor, Andreas Oesch, Reinhard Walser, Peter Beck, David Baldessari

